Was spricht für ein Gravelbike?

Auf der Suche nach einem neuen Fahrrad bin ich über Gravelbikes "gestolpert". Doch was hat es mit diesen Gravelbikes aufsich?

Früher bin ich viel Mountainbike gefahren. Am liebsten Singletrails und abseits von Straßen und Zivilisation. Das viele Jahre später beschaffte Tracking Fahrrad Radon Sunset Disc war am Anfang nur für kurze und regelmäßige Strecken in der Stadt gedacht. Doch mit der Zeit kamen auch größere Touren dazu. Ich erkannte, dass es auch abgelegene Straßen, gut befestigte Waldwege und zu Fahrradwegen umgebaute Eisenbahntrassen. Seit ein paar Jahren spiele ich mit dem Gedanken mir etwas sportlicheres zuzulegen. Einen gewiesen Anteil an diesem Wunsch hatten wohl auch die Erfahrung und der Spaß an Veranstaltungen wie der Vätternrundan. Aber für ein Rennrad gibt es für bei meinen Auslflügen ins Erzgebirge zu viele schöne Singletrails und Abstecher in den Wald. Daher stand eigentlich ein Cyclocross seit wenigen Jahren auf dem Anschaffungsplan. Nachdem ich in diesem Herbst wieder ein paar Erlebnisse mit ausgebauten Waldwegen hatte, die dann in einem steilen Hang mit feuchtem Grass endeten und die Reifen mit Straßenproviel komplett ihren halt verloren, stand es fest. - Ich brauche ein weiteres Fahrrad.

Bei meiner Suche nach Cyclocross Fahrrädern stieß ich dann auf dan auf Gravelbikes und war sofort Feuer und Flamme. Doch warum war ich so begeistert?

Gravelbikes

Das Gravelbike ist ein Begriff der wohl ab ca. 2015 von Fahrradherstellern eingeführt und beworben wurde. Es ist jedoch keine komplett neue Fahrradgattung, viel mehr verschwimmen die Granzen zu altbekannten Endurance-Bikes und Cyclocross Rädern. So besitzt der Lenker die von Rennrädern bekannte Form, ist jedoch breiter. Zusätzlich besitzt das Fahrrad wesentliche breitere Reifen als ein Rennrad, die je nach Einsatzzweck auch entsprechend mit Profil ausgestattet sind, um auch im Gelände Halt zu bieten. Im Vergleich zu einem Cyclocross ist es jedoch etwas länger, wodurch zwar Wendigkeit verloren geht, es aber bei Touren und auf der Straße an Fahrkomfort gewinnt. Kurz gesagt es ist ein Allzweck-Fahrrad, welches sich je nach Hersteller und Serie in Details unterscheidet.

Gravel ist englisch und bedeutet Schotter. Das Fahrrad könnte also auch plump als Schotterfahrrad bezeichnet werden.

Einsatzzweck

Anders als bei Fahrrädern, die auf den reinen sportlichen Wettkampf ausgelegt sind, gibt es bei vielen Gravelbikes die Möglichkeit Taschen, Gepäck und Zubehör anzubringen. Damit wird es zum idealen Begleiter für Bikepacking und den mehrtägigen Ausflug in die Natur.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Flexibilität bei der Routenwahl. So lassen sich Streckenabschnitte auf Asphalt zügig bewältigen und der Abkürzung über einen Schotterweg durch den Wald steht auch nichts im Weg.

Gibt es noch mehr?

Neben dem gerade entstehenden Hyp um Gravelbikes entstehen auch immer mehr Fahrradevents. Hier treffen sich gleichgesinnte und fahren meist durch die Natur und stellen sich neuen Herausforderungen. Als Beispiele wäre hier das HanseGravel und das Bohemian Border Bash genannt.

Fazit

Ob nun Trend oder nicht, das Gravelbike scheint wie für mich gemacht und kommt sehr nah an meine Vorstellung heran, wie ich mich die nächsten Jahre sportlich Fortbewegen möchte. Einzigster Nachteil, um so mehr ich mich mit der Thema beschäftige, um so schwieriger wird es eine klare Richtung zu finden und eine Kaufentscheidung zu treffen. Es gibt mittlerweile unzählige Anbieter, Rahmenarten, Laufräder, spezielle Schalltungen und vieles vieles mehr.

Ich bin daher gespannt, wie meine Reise weiter geht.

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